Der große 18-Jahres-Immobilienzyklus

Die Behauptung von Notenbankchef Bernanke ist eine große Farce. Die Fed ist ein serienmäßiger Blasenbläser. Betrachten wir zunächst die von der Fed erzeugten Nachfrageblasen. Der einfachste Weg, dies zu tun, besteht darin, die Trendwachstumsrate der nominalen Endverkäufe an US-Käufer zu messen und dann die Abweichungen von diesem Trend zu untersuchen. Wie die nebenstehende Grafik zeigt, stiegen die nominalen Endverkäufe vom ersten Quartal 1987 bis zum dritten Quartal 2009 mit einer jährlichen Rate von 5,4 %. Dies spiegelt eine Kombination aus einem realen Umsatzwachstum von 3 % und einer Inflation von 2,4 % wider.

Der nominale Endumsatz als Maß für die Gesamtnachfrage enthält drei signifikante Abweichungen vom Trend (Nachfrageblasen). Die erste folgte auf den Börsenkrach vom Oktober 1987. Die zweite folgte auf die asiatische Finanzkrise und den Zusammenbruch des russischen Rubels und des Long-Term Capital Management im Jahr 1998. Der letzte Anstieg der nominalen Endverkäufe wurde durch die Liquiditätsspritze der Fed ausgelöst, um eine falsche Deflationsangst im Jahr 2002 abzuwehren.

Das Zickzackmuster der Fed ist klar: eine Überreaktion auf eine so genannte Krise, die zu einer übermäßigen Liquiditätsspritze führt (ein Verkaufsboom), gefolgt von einem Abfluss der Liquidität und einer Rezession (ein Umsatzeinbruch).

Die jüngste Blase der Gesamtnachfrage war nicht die einzige, die die Fed aufpumpte. Wie die nebenstehende Grafik der Preisindizes zeigt, stieg das bevorzugte Inflationsziel der Fed – die Verbraucherpreise abzüglich der Preise für Lebensmittel und Energie – regelmäßig und in bescheidenem Maße an. Im Zeitraum 2003-2009 stieg diese Kennzahl um 14,3 %.

Die Inflationszielkennzahl der Fed signalisierte „keine Probleme“. Doch es kam zu abrupten Verschiebungen bei wichtigen relativen Preisen. Die anhand des Case-Shiller-Index gemessenen Immobilienpreise stiegen vom ersten Quartal 2003 bis zu ihrem Höchststand im ersten Quartal 2006 um 44,7 % an. Auch die Aktienkurse waren im Aufwind.

Die dramatischsten Preissteigerungen gab es bei den Rohstoffen. Gemessen am Spot-Index des Commodity Research Bureau stiegen die Rohstoffpreise vom ersten Quartal 2003 bis zu ihrem Höchststand im zweiten Quartal 2008 um 92,2 %.

Die Fed sollte die Werke der Ökonomen der österreichischen Schule, insbesondere die von Prof. Friedrich Hayek, abstauben. Die wichtigste Lektion der Österreicher war ihre extreme Skepsis gegenüber dem ausschließlichen Verlassen auf einen magischen Index – das Preisniveau – als Richtschnur für die Zentralbankpolitik.

Hayek betonte nämlich, dass Veränderungen in allgemeinen Preisindizes nicht viel nützliche Informationen enthalten. Er zeigte, dass es auf die unterschiedlichen Bewegungen der verschiedenen Marktpreise während des Konjunkturzyklus ankommt. Es ist an der Zeit, dass die Fed das Inflationsziel aufgibt.

Die Leugnung der Schuld der Fed durch ihren Vorsitzenden Bernanke wirft eine interessante Frage auf: Wie kann die Fed phantastische Behauptungen aufstellen, ohne zur Rechenschaft gezogen zu werden? In einem 1975 erschienenen Buch mit Aufsätzen zu Ehren von Prof. Milton Friedman, Capitalism and Freedom: Probleme und Aussichten, schrieb Prof. Gordon Tullock:

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